Mendener Meisterchor erlebt eine besondere Premiere

Bericht der Westfalenpost Menden vom 16.02.2025

Menden. „amante della musica“ plant zwei außergewöhnliche Konzerte. Wie die trotz freiem Eintritt zwei Vereinen Spenden ermöglichen sollen.

Rockig, jazzig oder volkstümlich – so kennen viele Menschen den Meisterchoramante della musica menden“. Jetzt aber präsentiert sich das Ensemble von einer Seite, die lange nicht im musikalischen Fokus stand. „amante“ probt aktuell für zwei eigene Sakralkonzerte, die beide am Sonntag, 23. März, aufgeführt werden. „Wir waren zuletzt sehr poppig unterwegs, jetzt gab es aus dem Chor den Wunsch, mal wieder Sakrales zu machen“, erklärt Thorsten Günner, 1. Vorsitzender von „amante“.

Klar: Auch mit sakralen Klängen war „amante“ immer wieder mal zu hören, aber ein eigenes Sakralkonzert gab es seit vielen Jahren nicht – und in der Ära Stefan Risses als Chorleiter noch gar nicht. Einige Stücke bereitet der Chor neu auf, bei anderen – etwa dem von vielen Aktiven geliebten „Eli“ – ist echte Grundlagenarbeit erforderlich. „Wir haben so viele Sängerinnen und Sänger, die das noch nie in der Hand hatten – da geht es über das Auffrischen schon deutlich hinaus“, sagt Thorsten Günner. Sein Stellvertreter Matthias Nagel nennt ein anderes Beispiel: „Ubi caritas“ sei noch sehr präsent.

Zwei Konzerte an einem Tag – und Spenden für gute Zwecke

Wie aber soll das mit zwei Konzerten an einem Tag überhaupt funktionieren? Die beiden Vorsitzenden sorgen für Klarheit. Zunächst ist am 23. März für 15 Uhr ein Konzert in der St.-Hubertus-Kapelle in der Lürbke geplant, Einlass ist 30 Minuten vor Beginn. Das etwa einstündige Konzert soll ein musikalischer Leckerbissen werden. „Der Eintritt ist frei“, erklärt Matthias Nagel. Das gilt auch für das zweite Konzert des Tages. Mit dem selben Programm wie in der Lürbke ist „amante“ um 18 Uhr auch noch einmal in der Bauernkirche am Fritz-Kühn-Platz in Iserlohn zu erleben – ebenfalls bei freiem Eintritt und mit 30 Minuten Einlasszeit.

„Wir wollen mit den beiden Konzerten wie mit unserem Konzert am 3. Oktober den Benefizgedanken leben“, sagt Thorsten Günner. Möglich wird das, indem am Ausgang beider Kirchen Spenden gesammelt werden kann. Jeder Besucher kann selbst entscheiden, was er geben möchte oder kann. Der gesamte Erlös aus dem Konzert in der Lürbke kommt dem De-Cent-Laden des SKFM in Lendringsen zugute. Vom Konzert in Iserlohn geht die Hälfte an den De-Cent-Laden, die andere Hälfte bekommt der Förderverein Bauernkirche Iserlohn.

„amante“ feilt noch einmal an der Stimmbildung

Damit die Auftritte gelingen, wird „amante“ auch noch einmal besonderen Wert auf die Stimmbildung legen. „Das macht Johanna Risse am 8. März mit uns. Die kennt uns schon und ist beim Chor auch super angekommen“, sagt Thorsten Günner. Von dieser Stimmbildung dürfte „amante della musica“ auch noch beim großen Benefizkonzert am Tag der Deutschen Einheit auf der Wilhelmshöhe profitieren. „Wir freuen uns, dass uns die auch 2027 noch einmal zur Verfügung steht“, spielt Matthias Nagel auf die Tatsache an, dass die Sanierung der Veranstaltungsstätte nun frühestens 2028 beginnen soll.

Die Planungen des Chores zielen aber auch schon auf das Jahr 2026 ab. Dann feiert „amante“ 40. Geburtstag – 1986 wurde der damalige Junge Chor Menden gegründet. „Wir beteiligen uns aber auf jeden Fall auch beim Stadtjubiläum 750 Jahre Menden“, kündigen die beiden Vorsitzenden an. Bei der Kickoff-Veranstaltung waren sie dabei und haben auch Gespräche mit möglichen Partnervereinen geführt. Auf den Ideenwänden, sagen sie, haben sie auch „amante“ platziert.

„amante della musica“ freut sich übrigens immer über neue Stimmen – insbesondere bei den Männern. Wer mehr erfahren möchte oder Kontaktmöglichkeiten sucht, findet diese unter www.amante-menden.de.

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelles veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.